Punkte & Wertung
Rommé-Punkte aufschreiben: eine klare Abrechnung
Drei Runden, drei Personen und eine nachvollziehbare Tabelle: So behaltet ihr Restpunkte, Handrommé und euren Gesamtstand im Blick.
Oktober-Reihe · Ausgabe
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Rommé-Punkte schreibt ihr am übersichtlichsten direkt nach jeder Runde auf. Jede Person bekommt eine feste Spalte, jede Runde eine eigene Zeile. Vereinbart vorher, welche Kartenwerte und welche Abrechnung für euren Tisch gelten. Dann bleibt auch nach mehreren Runden nachvollziehbar, wie der Gesamtstand entstanden ist.
Zuerst die Wertung vereinbaren
Bei Rommé gibt es unterschiedliche Regelvarianten. Das betrifft auch die Punkte. Die verlinkte Schmidt-Anleitung schreibt die übrigen Handwerte der anderen Personen dem Gewinner gut. In der verlinkten Ravensburger-Anleitung werden dagegen Verlustpunkte für die einzelnen Personen notiert. Auch der Wert eines verbleibenden Jokers unterscheidet sich zwischen diesen beiden Ausgaben.
Nehmt deshalb die Anleitung eures Kartenspiels als Ausgangspunkt. Haltet abweichende Hausregeln kurz fest. Dazu gehören insbesondere der Jokerwert, die Wertung des Asses und eine mögliche Sonderwertung für Handrommé. Eine bereits begonnene Partie sollte ihre Wertung behalten.
Ein Beispiel mit Restpunkten
Unser Beispiel verwendet eine einfache Restpunktwertung: Die Person, die eine Runde beendet, erhält null. Alle anderen tragen ihre verbliebenen Kartenpunkte ein. Die Werte werden über die Runden addiert. Die niedrigste Gesamtsumme liegt vorn.
Die Tabelle zeigt frei gewählte Beispielwerte. Sie legt keine allgemeingültigen Karteneinzelwerte fest.
| Runde | Alex | Bea | Cem |
|---|---|---|---|
| 1 | 0 | 24 | 11 |
| 2 | 18 | 0 | 35 |
| 3 | 27 | 16 | 0 |
| Gesamt | 45 | 40 | 46 |
Bea führt mit 40 Restpunkten. Alle drei Personen haben jeweils eine Runde gewonnen. Die Zahl der Rundensiege allein erklärt hier also nicht den Gesamtstand.
Eine schnelle Gegenprobe hilft: Alex hat 18 + 27 = 45 Punkte, Bea 24 + 16 = 40 und Cem 11 + 35 = 46. Rechnet die Spalten getrennt nach, wenn euch ein Ergebnis ungewöhnlich vorkommt.
Handrommé eindeutig markieren
Im bestehenden SPIELRABE-Hausregelprofil verdoppelt Handrommé die eingetragenen Rohwerte einer Rommé-Runde. Aus 18 werden 36 und aus 27 werden 54 Punkte. Das Gewinnerfeld bleibt bei null.
Markiert die Sonderwertung bei der betreffenden Runde. Tragt nicht bereits verdoppelte Werte ein und aktiviert anschließend noch einmal die Verdopplung. Sonst zählt dieselbe Sonderregel zweimal. Ob ihr überhaupt mit Handrommé spielt, legt ihr vor Beginn fest.
Vier Angaben reichen für einen verständlichen Verlauf
Notiert die Runde, die beteiligten Personen, ihre Restpunkte und eine vereinbarte Sonderwertung. Eine kurze Bemerkung ist hilfreich, wenn ihr etwas korrigiert oder eine Partie später fortsetzt. Fehlende Angaben sind dabei etwas anderes als null Punkte: Null ist ein bestätigtes Ergebnis.
Wenn eine Summe berichtigt werden muss, korrigiert zuerst den zugehörigen Rundeneintrag. Wie ihr dabei den Überblick behaltet, erklärt Punkte korrigieren ohne Streit.
So passt SPIELRABE dazu
SPIELRABE ist eine Spielstand-App für das echte Spiel am Tisch. Ihr zählt eure Karten nach den vereinbarten Regeln und notiert die Ergebnisse. Das bestehende Rommé-Profil führt Restpunkte und Gesamtsummen. Eine digitale Kartenhand ersetzt es nicht.
Informationen zur App findet ihr auf der Android-Seite. Für längere Partien hilft außerdem unser Beitrag Spielstände über mehrere Abende führen.
Quellen zur Einordnung
- Schmidt Spiele: Rommé, Bridge, Canasta, Abschnitt Spielende
- Ravensburger: Rommé, Abschnitt Die Abrechnung
Die Herstellerquellen beschreiben ihre jeweiligen Fassungen. Die Beispielpartie und die Erläuterung des SPIELRABE-Hausregelprofils sind eigene redaktionelle Inhalte.
